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Merz kann es einfach nicht.
Merz ist angetreten, um die Union wieder stark zu machen. Stattdessen erlebt sie
unter seiner Führung eine Niederlage nach der anderen: In
Sachsen-Anhalt stürzte die CDU auf 17,2 Prozent ab, in
Berlin von 28,2 auf 18,8 Prozent. Und in
Mecklenburg-Vorpommern kam dann der historische Tiefpunkt: Mit rund
4,9 Prozent scheiterte die CDU erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik
am Einzug in einen Landtag. Drei schwere Niederlagen innerhalb von zwei
Wochen – und ausgerechnet der eigene Bundesvorsitzende und Kanzler wird dabei
immer mehr zum Problem für seine Partei.
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Merz’ Rechts-Kurs ist gescheitert.
Merz wollte die AfD klein machen, indem die Union bei Migration, Sozialpolitik
und gesellschaftlichen Debatten immer weiter nach rechts rückt. Die Bilanz sieht
anders aus: In Sachsen-Anhalt holte die AfD 43,8 Prozent,
während die CDU auf 17,2 Prozent abstürzte. In Mecklenburg-Vorpommern wurde die
AfD mit rund 38 Prozent stärkste Kraft, während die CDU ganz aus
dem Landtag flog. Auch in Berlin legte die AfD von
9,1 auf 16,3 Prozent zu, während die CDU fast zehn Punkte verlor.
Merz’ Strategie hat die AfD nicht geschwächt – während seine eigene Partei immer
weiter verliert.
3
Merz hat das Vertrauen der Bevölkerung verloren.
Wie sehr Merz selbst zum Problem geworden ist, zeigt besonders
Mecklenburg-Vorpommern. Dort sagten 58 Prozent, sie hätten große
Hoffnungen in Friedrich Merz gesetzt und seien von ihm enttäuscht.
28 Prozent der Nicht-CDU-Wähler:innen erklärten sogar, sie
könnten sich vorstellen, CDU zu wählen, wenn Merz nicht Kanzler wäre. Die
ARD-Wahlanalyse kommt zu dem Schluss, dass der Hauptgrund für das historische
CDU-Debakel auf Bundesebene zu suchen sei – und dass dabei besonders der Kanzler
verantwortlich gemacht werde. Schon zwei Wochen zuvor war Merz in
Sachsen-Anhalt mit gerade einmal neun Prozent Zustimmung zur
„Reizfigur“ des Wahlkampfs geworden. Das Problem für die Union heißt längst
nicht mehr nur schlechte Landeswahlkämpfe. Es heißt Friedrich Merz.